Bisherige Ausstellungen:

18.04.2008 - 07.06.2008

Villa Massimo Rom - Stipendiaten und Ehrengäste
Europäische Kulturtage Karlsruhe 2008 - Malerei, Zeichnungen, Skulpturen und Kurzfilme
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Filmvorführung: Fr. 6.6. 19 Uhr + Sa. 7.6. 11 Uhr - Denkmäler für Frauen - Porträit von Wilhelm Loth

Mit der Ausstellung Villa Massimo zu den 19. Europäischen Kulturtagen Karlsruhe präsentiert die Galerie Alfred Knecht vom 18. April bis zum 7. Juni 2008 aktuelle Arbeiten ehemaliger Stipendiaten und Ehrengäste der Villa Massimo Rom, die eng mit der Galerie Alfred Knecht verbunden sind. Ausgestellt werden Arbeiten von Hans Baschang, Franz Bernhard, Clapeko v.d.H., Wolfgang Henning, Horst Egon Kalinowski, Jochen Kuhn, Wilhelm Loth, Karl Manfred Rennertz, Heinz Schanz und Lutz Wolf.

Das Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo ist die bedeutendste Auszeichnung für deutsche Künstler und Künstlerinnen im Ausland. Den Stipendiaten, in der Regel um die 40 Jahre alt, stehen für ein Jahr großzügige Wohnateliers zur Verfügung. Der Aufenthalt in Rom soll ihnen Inspiration und künstlerische Orientierung ohne finanzielle Engpässe ermöglichen.

Hans Baschang, Klasse Herbert Kitzel, der 1970 sein Stipendium absolvierte, praktiziert einen kraftvollen, unverwechselbaren Stil mit Bleistift und Kohle. Seine Werke erscheinen fast malerisch trotz zeichnerischer Mittel wie Linie und Schraffur. Auch Wolfgang Henning, Stipendium 1978, und Clapeko v.d.H., Stipendium 1976, studierten bei Herbert Kitzel. Von Wolfgang Henning werden figürliche Graphiken der letzten zwei Jahre und Malereien aus früheren Jahren präsentiert. Kennzeichnend für die Werke Clapekos ist die Überlagerung informeller Malerei mit konkreten, geometrischen Formen.

Daneben werden Arbeiten von Wilhelm Loth gezeigt. Loth erhielt 1969 den Preis der Villa Massimo und war von 1958-86 Professor an der Kunstakademie Karlsruhe, an der Franz Bernhard von 1959-66 bei Wilhelm Loth studierte. Franz Bernhard nennt seine Arbeiten aus Holz, Eisen und Stahl Plastiken in denen ein zentraler Ausgangspunkt der Mensch ist. Der Mensch interessiert mich als Mensch. Als Bildhauer interessiert mich besonders das Bild des Menschen.(Franz Bernhard)

Lutz Wolf studierte von 1963-69 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei den Professoren Herkenrath und Arnold. Seine Ölbilder auf Leinwand, Nessel oder Papier mit dem zentralen Thema Landschaft sind oft gekennzeichnet durch eine Transparenz und zarte Farbigkeit,

Horst Egon Kalinowski, der 1945-48 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf studierte, erhielt sein Stipendium 1983. Seine Wandobjekte, die er bevorzugt aus Holz und Leder fertigt, sind gezeichnet durch die Lebensspuren der Materialien, wobei die natürliche erdige Farbe zum wesentlichen Bestandteil der Arbeiten wird. Die alten Lederhäute begreift der Künstler in ihrer Widerstandsfähigkeit als Mittel der Ummantelung, des Schutzes.

Karl Manfred Rennertz studierte von 1972-78 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Irmin Kamp und Alfonso Hüppi. Er erhielt sein Stipendium an der Villa Massimo im Jahr 1989. Als einer der kraftvollen zeitgenössischen Bildhauer, schafft er feingliedrige und zugleich grob zersplitterte Skulpturen menschlicher und pflanzlicher Gestalt aus Bronze, bemaltem Beton und Holz. Durch eine Schwärzung oder Bemalung im Anschluss erhalten seine Holzskulpturen eine neue Oberfläche, teilweise sogar eine samtene Patina.

Nach seinem Kunststudium in Hamburg von 1975-80 und seinem Stipendium an der Villa Massimo im Jahr 1988/98 beschäftigt sich der Maler Jochen Kuhn im Schwerpunkt mit dem Bereich Filme. Es entstehen Gesamtkunstwerke, wobei die Malerei, Musik, Texte und Regie oft aus der Hand des Künstlers kommen. In der Ausstellung zeigt die Galerie Alfred Knecht aktuelle Kurzfilme. Der Künstler steht am 30. April 2008 ab 20 Uhr im Rahmen der Präsentation einer Auswahl seiner Kurzfilme persönlich für Gespräche zur Verfügung. Eine Einführung zu dem Künstler und den Filmen gibt Harald Schwiers.

Heinz Schanz studierte von 1956-60 an der Kunstakademie bei HAP Grieshaber. Mit seinen mehrfachen Übermalungen der Arbeiten setzte der Künstler neue Akzente und erreichte die für seine Werke charakteristische Tiefenwirkung. Heinz Schanz zählt mit zu den Begründern der Karlsruher Figuration.

Als Karlsruher Figuration wird eine von der Kunstakademie Karlsruhe ausgehende Bewegung der 60er-Jahre bezeichnet, die nach einer international von der Abstraktion dominierten Phase eine Rückkehr zur figürlichen Malerei markierte. Von zentraler Bedeutung für die Entwicklung war die Lehrzeit von HAP Grieshaber 1955-60.

Die Ausstellung Villa Massimo Rom wird am Freitag, den 18. April 2008 von 18 – 21 Uhr eröffnet mit einer Begrüßung von Susanne Laugwitz, Städtische Festivalleitung Europäische Kulturtage Karlsruhe, und einer Einführung von Alexander Heil, Karlsruhe. Die Arbeiten sind bis zum 7. Juni 2008 Dienstag bis Samstag von 11 – 13 Uhr, Dienstag bis Freitag von 16 – 19 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen.




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