Lutz Wolf

Das zentrale Thema des Karlsruher Malers Lutz Wolf ist die Landschaft. Unangefochten von den wechselnden Tendenzen der Weltkunst arbeitete er an einer sehr individuellen Realisierung dieses Motivs. Damit nahm er eine singuläre Position im Kunstgeschehen ein. Seine Landschaftsbilder haben mit topographischer Abbildlichkeit nichts zu tun. Es sind Simultanbilder verschiedener Landschaftserinnerungen, die er psychischen Gestimmtheit und der Reflexion ebenso viel verdanken wie dem sinnlichen Eindruck der Wirklichkeit. Nie werden die Erscheinungen der Natur identifizierbar festgelegt. Die Sicht gibt einen weiten Überblick, in dem die Dinge aus ihrem Einzeldasein zurücktauchen, wohingegen der allumfassende Strom der Natur, von den sie einbezogen werden, umso stärker hervortritt. Der Raum bleibt offen und löst sich im Hintergrund in eine atmosphärische Ferne auf. Die Landschaft ist trotz epischer Gelassenheit in atmender Bewegung. [...] (vgl. Wilhelm Gall). Lutz Wolf entwickelte seinen eigenen Malstil: Ruhig und gedämpft wirken die Farben und lassen die Landschaften wie durch ein Filter beim Betrachter vorbeiziehen.

 

Weitere Bilder:

Boboli I, 1993, Öl auf Leinwand, 210 x 175 cm

Farbige Nebel, 1992, Öl auf Leinwand, 130 x 165 cm

o.T., 1992, Öl auf Leinwand, 130 x 165 cm

Karlsruhe, 1983/86, Öl auf Leinwand, 90 x 100 cm

o.T., 1995, Öl auf Leinwand, 70 x 79 cm

Wasser, 1995, Öl auf Leinwand, 125 x 160 cm