Ingo Ronkholz Skulpturen und Zeichnungen

 

In der Ausstellung präsentiert Ingo Ronkholz neben seinen Skulpturen, für die er bekannt ist, auch zeichnerische Werke. Das Œuvre der Zeichnungen des Bildhauers sind nicht das, was gemeinhin unter typischen Bildhauerzeichnungen verstanden wird, d.h. sie sind weder Skizzen, noch Vorstudien zu plastischen Arbeiten; sie sind autonom, wenngleich eine charakterliche Nähe zu zeitgleich entstehenden Skulpturen immer spürbar ist. Auch in der zeichnerischen Auseinandersetzung mit Raum und Raumwirkung lässt Ronkholz keine illusionistischen Räume entstehen, sondern schafft durch collagenhafte Form- und reliefartige Materialschichtungen tatsächliche Bildräume, was zu einem Gedankenaustausch zwischen seinen dreidimensionalen Skulpturen und den dreidimensional wahrnehmbaren Zeichnungen in der Ausstellung führt.

Die plastischen Arbeiten von Ingo Ronkholz thematisieren Raum und Raumerfahrung, sie sind niemals eindeutig fassbar. Ausgehend von freien Formen, die maschinell Gefertigtes assoziieren lassen, entwickelt Ronkholz plastische Formen, die von Offenheit und Mehrdeutigkeit charakterisiert werden. „Farbe, Oberfläche und Materialität verschmelzen unauflöslich miteinander, ohne die Prozesshaftigkeit ihrer Entstehung und die künstlerische Überformung und Metamorphose des zugrunde liegenden Industrieprodukts zu verleugnen.“

(Sepp Hiekisch-Picard: Katalog 2003) zur Vita