POSTITIONEN

Hans Baschang | Peter Burger | Wolfgang Henning

Bodo Kraft | Dieter Krieg

 

Eröffnung am Samstag, 12. November von 18 - 21 Uhr

12. November – 23. Dezember 2022

Die Auswahl der fünf Künstler hängt eng mit der Geschichte und den Anfängen der Galerie zusammen, gegründet 1985 von Alfred Knecht: Die Galerie vertritt überwiegend Künstler:innen der Karlsruher Kunstakademie, die hier studierten oder lehrten: Hans Baschang, 1975-2003 Professor an der Akademie der Bildenden Künste München, und Dieter Krieg, 1978-2002 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, studierten bei Herbert Kitzel, wie Wolfgang Henning und Bodo Kraft. Auch Peter Burger beendete sein Studium als Meisterschüler an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei den Professoren Klaus Arnold und Walter M. Förderer.

Hans Baschang (*1937 Karlsruhe, +2017 München) hat in seinen Zeichnungen mit einem kreisenden Zeichengestus dynamische Gebilde entstehen lassen, und, mit Ausnahme seines Frühwerks, Farbe durch einen intensiven Graphitduktus ersetzt.

Mit dem Maler und Bildhauer Peter Burger (*1941 Lörrach, +1987 Karlsruhe) verbindet den Galeristen Alfred Knecht persönliche Beziehungen, sei es aus Begegnungen in der Künstlerkneipe KAP oder bei seinen Kunstpräsentationen im Café Rih.

Im künstlerischen Schaffen von Wolfgang Henning (*1946 Leutkirch, lebt und arbeitet in Karlsruhe) sind Menschen und Gesichter das zentrale Motiv. Humor ist als überlebensspendende Kraft eines der wesentlichen Anliegen in seinen Werken.

Die Arbeiten von Bodo Kraft (*1951 Neustadt/Weinstraße, lebt und arbeitet in Karlsruhe und Ettlingen) sind geprägt von ihren Farben und Formen. Er arbeitet mit Pinsel und Spachtel, legt Schicht um Schicht Farbe auf die Leinwand, bis die Komposition steht. Der Künstler wählt das Quadrat als Format. Diese quadri treten zueinander in Dialog, indem Kraft diese kompositorisch zu Bildtafeln zusammensetzt.

Dieter Krieg (*1937 Lindau/Bodensee, +2005 Quadrath-Ichendorf) gehört zu den stärksten und zugleich eigenwilligsten Malern seiner Generation. Er erregte in den 60er-Jahren bereits durch den radikalen Gestus seiner Malerei Aufsehen. Zusammen mit u. a. Horst Antes, Hans Baschang, Walter Stöhrer zählte Krieg zu den Vertretern der Karlsruher Figuration, die dem zu dieser Zeit vorherrschenden Primat der Abstraktion die Darstellung der menschlichen Figur entgegenstellten und damit überregional bekannt wurden.

Fotos Ausstellung: Lukas Gisler