Vernissage am 14. September 2024 von 18 bis 20 Uhr

Über die Künstlerin

Simone Lucas' Werk beeindruckt mit seinen mystischen und geheimnisvollen Bildwelten, die Erinnerungen und Assoziationen wecken, aber wenig mit unserer realen Welt gemein haben. Die Protagonisten sind vor allem junge Frauen und Kinder an der Schwelle des Erwachsenseins. Sie begleiten uns durch Zeit- und Raumlose Landschaften, ohne die Zuschauer zu betrachten oder die anderen Figuren im Bild wahrzunehmen. Sie sind Teil ihres eigenen Kosmos, in dem sie lautlos, aber natürlich handeln. Wir finden sie an Orten, die an Lernhallen, Studios oder Wohnzimmer oder in der Natur erinnern. In ihren neueren Arbeiten beschäftigen sich Simone Lucas-Gemälde mit ausgedehnten Naturstudien, wie sie in der wissenschaftlichen Literatur, aber auch in der narrativen Prosa vorkommen. Zum Beispiel erscheinen Bücher in einigen Gemälden, wie einer wissenschaftlichen Arbeit des Physikers Louis de Broglie (1892-1987). Es geht um die doppelte Existenz von Materie, die sowohl als Teilchen als auch als Wellen erscheinen kann. Und das ist immer in Gemälden der Fall, wo Farbe als Material sichtbar ist, aber gleichzeitig das Bildnis darstellen kann. Solche neuen Gemälde von Schmetterlingen und Pilzen beschäftigen sich auch mit Naturbeobachtungen, da die Natur ohne menschliches Eingreifen ihre eigenen Farbspektren entwickelt und mit Hilfe von Licht und Materie Schönheit schafft. (Text: Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf)