Spezial guest Ulf Cramer

Beispielbilder

Bis 9. September zeigt die Galerie Alfred Knecht im Schaufensterraum Tuschfederzeichnungen von Ulf Cramer.

Ulf Cramer (*1944) überzieht die Papierfläche in kleinen, stakkatoartigen Strichen und Strichlagen mit rhythmischen Strukturen, wobei sich aus der Vielzahl der Striche zeichenhafte Großformen entwickeln, oft an Traumlandschaften in einer Art ‚écriture automatique’ erinnernd. Wie in den Landschaftszeichnungen von Otto Dix wird bei Ulf Cramer deutlich, wie in der Handzeichnung die Entstehung des Landschaftlichen ganz wesentlich bereits in der Zeichenkultur der Strichführung angelegt ist.

Ende der Ausstellung am 18. Oktober 2024

Über die Künstlerin

Simone Lucas' Werk beeindruckt mit seinen mystischen und geheimnisvollen Bildwelten, die Erinnerungen und Assoziationen wecken, aber wenig mit unserer realen Welt gemein haben. Die Protagonisten sind vor allem junge Frauen und Kinder an der Schwelle des Erwachsenseins. Sie begleiten uns durch Zeit- und Raumlose Landschaften, ohne die Zuschauer zu betrachten oder die anderen Figuren im Bild wahrzunehmen. Sie sind Teil ihres eigenen Kosmos, in dem sie lautlos, aber natürlich handeln. Wir finden sie an Orten, die an Lernhallen, Studios oder Wohnzimmer oder in der Natur erinnern. In ihren neueren Arbeiten beschäftigen sich Simone Lucas-Gemälde mit ausgedehnten Naturstudien, wie sie in der wissenschaftlichen Literatur, aber auch in der narrativen Prosa vorkommen. Zum Beispiel erscheinen Bücher in einigen Gemälden, wie einer wissenschaftlichen Arbeit des Physikers Louis de Broglie (1892-1987). Es geht um die doppelte Existenz von Materie, die sowohl als Teilchen als auch als Wellen erscheinen kann. Und das ist immer in Gemälden der Fall, wo Farbe als Material sichtbar ist, aber gleichzeitig das Bildnis darstellen kann. Solche neuen Gemälde von Schmetterlingen und Pilzen beschäftigen sich auch mit Naturbeobachtungen, da die Natur ohne menschliches Eingreifen ihre eigenen Farbspektren entwickelt und mit Hilfe von Licht und Materie Schönheit schafft. (Text: Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf)

Simone Lucas - Le Monde

Verinissage am 14. 9. 20124 von 18  - 20 Uhr.
Ausstellungsdauer: bis 19. Oktober 2024

Außerdem wird die Galerie auf der Kunstmesse FAIR FOR ART VIENNA vertreten sein.
Kunstmesse Wien  5. bis 13. Oktober 2024

Axel Brandt - GROSSER BRUDER Finissage am 6. 4. 2024 bis 18 Uhr

Aus dem Katalogtext von Katrin Burtschell - Kunsthistorikerin:

Bilder dieserSerie werden in der Ausstellung Axel Brandt – GROSSER BRUDER vom 9. 3. - 6. 4. 2024 in der Galerie Alfred Knecht Baumeisterstraße 4 – 76137 Karlsruhe ausgestellt.

Unter dem Titel Darßer Ort erzählt Axel Brandt in einer Serie von Bildern die Episode eines Segelschiffs und seiner Besatzung in allen möglichen Schräglagen und Nahaufnahmen..

Gedanken zum Grossen Bruder von Axel Brandt:
Mein Bruder hat nach langem gemeinsamem Schiffbau nicht mehr daran geglaubt, dass die Anemoi irgendwann ins Wasser kommt und segeln wird.Da hat er sich ein kleines Boot gekauft und ist damit zu einer Weltumsegelung aufgebrochen. Meistens schreibt er einmal die Woche auf seinem block (sailing-Elizabeth.com) wo er ist und was er erlebt. Oft gibt es keine Nachrichten und wenn ich im Atelier sitze und die Anemoi male, denke ich immer an meinen großen Bruder, der gerade auf dem Meer ist. Dann gibt es noch die Bilder der Containerschiffe der großen Brüder der Anemoi, die einem auf dem Meer begegnen oder auf einer Wasserstrasse und einen starken Eindruck hinterlassen.

 

Raumansichten der Ausstellung: GROSSER BRUDER

Künstlerinnen und Künstler

art ka

Folgende Künstlerinnen und Künstler werden auf der art Karlsruhe 2024 gezeigt:

Andreas Blank - Peter Burger - Isa Dahl (One-Artist-Show) - Irmela Maier - Franziska Schemel - Dieter Schosser (re:discover) - Ulrich J. Wolff - Elke Wree

Die Galerie Alfred Knecht konnte die Jury überzeugen, Dieter Schosser im re:discover - Programm zu zeigen..

Dieter Schosser
Das Werk von Dieter Schosser (1955, Friedrichshafen - 2021, Bad Schussenried) teilt sich in zwei große
Blöcke. Sie entstehen jeweils mit großer Intensität und Produktivität im Abstand von etwa zwei Jahrzehnten. In
dieser Zeit durchleidet Schosser eine schwere Lebenskrise, aus der er sich Anfang der 2010er-Jahre zu befreien
versteht, um sich noch einmal mit aller ihm zur Verfügung stehenden Energie seiner künstlerischen Arbeit zu
widmen.
Bereits während seines Studiums bei Gerd van Dülmen an der Kunstakademie Karlsruhe (1976-1982)
entwickelt Schosser eine Formensprache, die einerseits auf zeichenhafte Reduktion zielt, andererseits die
offene Spannung vielschichtiger Farbüberlagerungen nutzt. Rationale Planung und intuitive Realisierung seiner
Malereien gehen bei ihm Hand in Hand. Getreu seinem erst später formulierten Wahlspruch „Kreis, Dreieck
und Quadrat ist nicht vieles und doch fast alles“ setzt er auf ein geometrisches Formenvokabular, um zugleich
dessen konstruktive Rigidität aufzuheben; der Kunsthistoriker Manfred Großkinsky spricht in diesem
Zusammenhang von der „Toleranz zur Unstimmigkeit“. Die prononcierte Eigenständigkeit dieser Position wird
deutlich im Vergleich mit den gestisch-neoexpressiven Tendenzen, die seinerzeit en vogue sind, und findet.
u.a. Anerkennung durch die Teilnahme am Forum junger Kunst (1981) oder ein Stipendium der Kunststiftung
Baden-Württemberg (1984).
Die Auseinandersetzung mit Philosophie und Kunstgeschichte (dort insbesondere Giotto), vor allem aber
mit neuer, avantgardistischer Musik bildet einen zentralen Parameter für die die künstlerische Praxis von
Dieter Schosser. So gestaltet er etwa in der zweiten Werkphase einen Zyklus „Für Diotima“, in dem er sich auf
das Streichquartett „Fragmente - Stille, An Diotima“ (1979-1980) bezieht; in anderen Arbeiten dieser Zeit
reflektiert Schosser seine Lektüre des späten Wittgenstein.
Aleatorische Momente gewinnen nun ebenso an Bedeutung wie povere Alltagsmaterialien, in denen
sich sowohl spielerische Experimentierfreude, als auch ein Bekenntnis zur eigenen prekären Situation spiegeln.
Charakteristisch ein Satz aus jenen Jahren: „Mit dem Bleistift kann ich nicht mehr zeichnen; aber hängt
Zeichnen unbedingt mit dem Bleistift zusammen?“ Nicht zuletzt unter dieser, mit starker, aber fragiler
Selbstdisziplin befolgten Prämisse realisierte der Künstler, vielleicht getrieben von der Ahnung eines nahen
Todes, ein von ihm als Gesamtkonzept verstandenes Konvolut an Arbeiten, deren Entdeckung und Würdigung
noch ausstehen.
Michael Hübl September 2023

Achim Däschner - Daniel Wagenblast DIVERGENT

Achim Däschner

Daniel Wagenblast

Texte zur Ausstellung

BNN vom 7.6.2024 von Chris Gerbing

Gemeinsam haben Daniel Wagenblast und Achim Däschner ihre Doppel-Ausstellung in der Galerie Alfred Knecht eingerichtet. Die beiden Künstler verbindet trotz unterschiedlicher Arbeitsweisen vieles.

Aus der Wand recken sich dem Betrachter viele Hände entgegen. Sie alle halten unterschiedlichste Dinge: Ein Tortenstück ist ebenso im Angebot wie ein Eis, ein Glas Bier oder ein Knautsch-Auto à la Erwin Wurm. Klar: Sie können nur aus der Hand von Daniel Wagenblast stammen.

Der Künstler verrät, er habe damit angefangen, diese Hände zu schnitzen, als seine Tochter klein gewesen ist und schlecht schlief. „Da habe ich nichts Großes machen können“, sagt er lächelnd.

Seither sind etliche Jahre vergangen und die Motive haben sich beispielsweise um fernöstliche Comic-Figuren mit großen Kulleraugen erweitert. Was sie mit seinen übrigen Werken gemeinsam haben, ist ein hohes Maß an Handwerklichkeit und der Wille, dem jeweiligen Material gerecht zu werden.

Das eint sie trotz unterschiedlicher Materialbeschaffenheit und Intention mit den Kunstwerken von Achim Däschner. Däschner ist eigentlich bekannt für seine überraschend fragil wirkenden Kunstwerke aus Beton. Nun ist er gewissermaßen der Konterpart der Doppelausstellung, die am Wochenende bei Alfred Knecht eröffnet wird.

„Divergent“ ist sie betitelt. Das bezieht sich wohl auf die unterschiedlichen Themen, Materialien und Techniken der beiden Künstler, die sich allerdings auch ähneln. Nämlich in ihrer Ernsthaftigkeit und Hartnäckigkeit in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg.

Eine Premiere im Gepäck

Achim Däschner hat eine Neuheit dabei, die er zuvor nirgends gezeigt hat, die er aber als „logische Fortsetzung dessen, was ich bisher gemacht habe“, bezeichnet. Als Bildhauer scheint er seinem Metier auf den ersten Blick fremdzugehen. Denn was er neben Betonfaltungen und Wandarbeiten aus den Werkreihen „Ecke“ und „Würfel“ zeigt, sind Cyanotypien.

Dabei handelt es sich um ein frühes fotografisches Verfahren, dessen spezieller Reiz darin besteht, ein Tageslichtprozess zu sein. Es wird also keine Dunkelkammer benötigt. Wichtig ist Däschner bei den in unterschiedlicher Intensität blauen Werken, dass er „die Werkreihe in Beton mit der Belichtung weiterführt.“

Dabei handelt es sich um einen „forschenden Prozess, der nicht beliebig ist“, so der Künstler weiter, bei dem die Suche nach dem räumlichen Eindruck, der Betonung der Belichtungskanten im Vordergrund steht und damit den Fragen vergleichbar ist, die er sich beim Beton stellt.
Die abstrakten Räume entstehen bei den Cyanotypien durch das Licht, das auf Dinge auftrifft, die Schatten erzeugen. Bei den Betonarbeiten entstehen sie durch den Auftrag mehrerer Leinöl-Schichten. Zu ihnen können dann als weitere räumliche Akzentuierungen Graphitlinien hinzutreten, die die Schichtkanten zusätzlich betonen – was sich bei der Cyanotypie dann durch neonfarbige Streifen manifestiert.

Bei Daniel Wagenblast springt den Betrachter dagegen das pralle Leben an, das er in humorvolle Karikaturen übersetzt. Dabei bezieht er ganz aktuelle Themen mit ein, von der Allgegenwärtigkeit des Comics über das Auto als weltumspannendes Mobilitätsphänomen neben Boot und Flugzeug bis zur brennenden Pariser Kathedrale.

Diese Wandarbeit bezeichnet er selbst als „Problemarbeit, bei der ich viele Anläufe bei der Farbfassung hatte. Ich war nicht zufrieden damit.“ Mit der Wandarbeit reagierte er direkt auf den Brand des Dachs von Notre Dame 2019, der ihn betroffen gemacht hatte.

Man könnte die angekokelte Kirche („Das mache ich eigentlich nie!“) mit der Frau auf dem brennenden Dach – die offenbar nicht löscht, sondern den Brand noch weiter anfacht – aber auch als einen leicht verklausulierten Beitrag zur Protestbewegung „Maria 2.0“ deuten. Die Gesellschaftskritik kommt bei Daniel Wagenblast, das wird auch an anderer Stelle deutlich, eher freundlich und mit Witz daher. Man erspürt sie folglich erst auf den zweiten Blick.

Dass sich die beiden Künstler mögen und wertschätzen, wird dagegen sofort deutlich. Denn die Bespielung der Galerieräume nahmen sie vor Ort vor, brachten dafür wesentlich mehr Kunstwerke aus dem Atelier mit und überließen viel dem Momentum des Aufeinandertreffens ihrer Kunstwerke.

Die Hände, die zwischen den Beton- und Papierarbeiten Däschners aus der Wand ausgreifen, die Taschenhunde, die New Yorker Skyline und die Mobilitätsangebote unserer Zeit, die Daniel Wagenblast thematisiert, erden gewissermaßen die abstrakt-geometrischen Räume von Achim Däschner und geben ihnen einen konkreten Rahmen, überführen sie in den Raum der Galerie und damit in einen vom Menschen gesetzten, auch gesellschaftlich lesbaren Rahmen.

Achim Däschner

1971 geboren in Karlsruhe
1992 Studium an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe bei den Professoren Klaus vom Bruch, Marcel Odenbach, Marie-Jo Lafontaine, Stefan von Huene, Walter Giers, Edgar Reitz, Günther Förg, Peter Sloterdijk, Boris Groys
1998 Diplom Medienkuns

Ausstellungen (Auszüge)
1996 "Loops" ZKM | Fabrik, 1998 "Revolutionsdenkmal" Badisches Landesmuseum, 2000 "Lichterweg" Badisches Landesmuseum, 2002 "KehrUmkehr" Amt für Abfallwirtschaft Karlsruhe, "Trigger Them" Badischer Kunstverein, "Anfall" Badischer Kunstverein, "Wasserfahnen" Tiefbauamt Karlsruhe, 2005 "Sculptures en ville" Altkirch Frankreich, 2006 Galerie Alfred Knecht, "Intershop 4" Halle an der Saale, 2007 "Sous la ligne bleue" Grosmagny Frankreich, 2008 Lorraine Ogilvie Gallery Kulturamt Marburg, 2009 Galerie Alfred Knecht, 2010 Kunsthaus Frankenthal, 2011 artKARLSRUHE, 2012 Kunstpreis Museumsgesellschaft Ettlingen, Galerie Alfred Knecht und Burster, artKARLSRUHE, 2013 "Und was machen wir morgen?" Hohenloher Kunstverein Künzelsau, "Auswahl 2013" Gesellschaft der Freunde junger Kunst Baden-Baden, artKARLSRUHE, 2014 Prinzipalstücke Evangelische Stadtkirche Schriesheim, artKARLSRUHE, 2016 Kunst am Bau Hebelschule Karlsruhe Wandarbeit, "Grundformen" Kunstverein Villa Streccius Landau, artKARLSRUHE, 2017 Galerie Brötzinger Art Pforzheim, Skulpturenweg "Hier Brenz - Feuer und Flamme für Reform(ation)" Weil der Stadt, 2018 Galerie Knecht und Burster, artKARLSRUHE, 2019 Galerie in der Zeughausgasse Biberach/Riss, 2021 Discovery Art Fair Frankfurt, Kunstverein Germersheim. 2023 KOHI Kulturraum Karlsruhe
Achim Däschner lässt sich in die Tradition des Künstlers als Multitalent und Forscher einordnen. Um sich künstlerisch auszudrücken, hält sich Däschner nicht mit Genregrenzen oder den Einengungen einzelner Techniken auf, sondern bedient sich aller Mittel, die dem Ausdruck seiner Sicht der Dinge, seiner Gedanken und Erkenntnissen Stärke und Klarheit verschaffen, mal als Bildhauer, Medienkünstler, Grafiker, Fotograf, Musiker und Lyriker. Fehlt auf diesem Weg eine Technik, wird sie kurzerhand in ausführlichen Experimenten als Eigenentwicklung neu erschaffen.
Was hierbei entsteht ist keinesfalls beliebig. Für langjährige Wegbegleiter:innen ist Achim Däschner in all seinen Ausdrucksformen direkt erkennbar, der rote Faden deutlich sichtbar. In seinem unbändigen Streben, die Welt zu gestalten und mittels seiner Kunst auf den Punkt zu bringen, ist Däschners Mittel der Wahl die Reduktion. Treten bei einem Projekt durch ausgiebige Nachforschungen und Experimente schlussendlich Erkenntnisse zutage, verwirft Däschner einen Großteil der auf diesem Weg angesammelten gestalterischen Schlacken. Die daraus resultierenden Werke kommen oftmals schlicht, fast archaisch daher und lassen genau darin ihre Kraft erkennen. Gemeinsam ist allen Arbeiten, dass sie mit uns in Kommunikation treten und uns dabei genügend Raum für das eigene Wahrnehmen und Interpretieren lassen.

Als Gründungsstudent der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe schuf Däschner in der Zeit seines Studiums und in den Jahren danach bis 2003 eine Reihe von Medienkunstwerken, die den Bildhauer erahnen ließen. Schon damals war zu erkennen, dass es um das Zusammenspiel von Kunstwerk, Raum und Betrachter ging. In den folgenden Jahren schuf Däschner Plastiken und Wandobjekte aus Beton, oftmals in Kombination mit den Materialien Wachs und Filz. Er ist damit erfolgreich auf Kunstmessen vertreten und verwirklichte Kunst am Bau Projekte.
2024 erweiterte Däschner seine Arbeitsweise, indem er seine oftmals konkret konstruktive Formensprache auf Papier übertrug. Die bisher in seinen Wandobjekten auftauchenden Abdrücke, Ätzungen oder Oxitypien führt er nun auch als Belichtungen auf mit Eisensalzen sensibilisierten Papieren fort. Achim Däschner bleibt sich dabei treu, vergrößert mit den tiefblauen Edeldrucken jedoch erneut sein Forschungsfeld. Bestehende Werkreihen werden fortgeführt, neue entstehen, inspiriert durch die ästhetischen Möglichkeiten des neuen Mediums.

 

 

 

 

Daniel Wagenblast

Daniel Wagenblasts Ausgangspunkt in den Skulpturen ist das Holz, das er grob mit Kettensäge, Stechbeitel und Schnitzmesser bearbeitet. Mit einem plakativen und reinen Farbauftrag unterstreicht er anschließend die Dreidimensionalität und Konturen in den Arbeiten. Thematisch beschäftigt sich der Künstler oftmals mit der Realität, die ihn umtreibt. Er greift alltägliche Situationen auf und lässt mit purer Lust am Handwerk stereotype, menschliche Figuren entstehen, wie z.B. Weltenfahrer, Taxidriver oder Handfiguren. Oberflächen werden rau gelassen, Motive vereinfacht, Proportionen verändert. Die Skulpturen von Wagenblast entwickeln so eine Unmittelbarkeit in ihrer Betrachtung, es lohnt sich ein Blick ins Detail

1963

geboren in Schwäbisch Gmünd
1984 - 90Studium an der Staatlichen Akademie der
Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren
Peter Grau und Rudolf Schoofs
seit 1990Atelier in Stuttgart
1991mehrmonatiger Studienaufenthalt auf den Kanaren
1992 / 93USA - Reisen, Beginn der Serie „Yellow Cab, N.Y.“
1993 - 98Saxofonist bei der Rockband „Fiese Förtner“
- Rock für die Chefetage
1994Gründung der Künstlergruppe „maximal“
1995mehrmonatiger Aufenthalt in der „Villa Romana“,
Florenz (mit Isa Dahl, VR - Preisträgerin 1995)
1997Arbeitsaufenthalt in den „Xylon -
Museum und Werkstätten e.V.“, Schwetzingen
1996

Beginn von paul & bel - systems

  
19921.Preis beim Wettbewerb „Junge Kunst in Ostwürttemberg“
19931.Preis beim Bundeswettbewerb „Das Alter“
1994Anerkennungspreis „Musical“, Deyhle, Stuttgart
1991 - 94Atelierstipendium der Staatlichen Akademie der
Bildenden Künste Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg
1996Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1999Gastarbeitsaufenthalt im Herrenhaus Edenkoben, Pfalz
2000Einladung als twin-town-Bildhauer nach Barnsley, England
„Stadtkünstler 2000", Spaichingen
20011.Preis: Wettbewerb: Brunnen in der Marktstrasse, Ditzingen
2004Arbeitsaufenthalt Stipendium “Zeppelinhaus“, Berlin
Arbeitsaufenthalt in der Staatlichen Keramik Manufaktur,
Majolika Karlsruhe
2012 / 15Arbeitsaufenthalt Studio “Zeppelinhaus“, Berlin
2018Arbeitsaufenthalt in der Staatlichen Keramik Manufaktur,
Majolika Karlsruhe
2021Gründung der Projektinitiative „papatochterag“

EINZELAUSSTELLUNGEN

2020er

2024
Galerie Alfred Knecht (Mit Achim Däschner)
und weitere!

2023
Zwischen Himmel und Erde, Galerie Tobias Schrade, Ulm
Künstlergruppe Maximal, Kunstverein Heidenheim
Kopf und Raum und himmelblau: Daniel Wagenblast und
Isa Dahl, Villa Eugenia, Hechingen
paarweise, Stiftung BC-pro arte, Biberach
Sounds of Silence, Isa Dahl, Daniel Wagenblast, Galerie
Kunstwerk Anke Plath, Landshut

 

2022
welt und alles, Daniel Wagenblast und Isa Dahl,
Galerie Bengelsträter, Düsseldorf, Germany

2021
WeltenfahrerHerzAll, Daniel Wagenblast und Isa Dahl, Raumfähre ISS
Zur neuen Freiheit, Daniel Wagenblast und Isa Dahl, Galerie Hovestadt, Nottuln
Zeit und alles, Daniel Wagenblast und Isa Dahl , Galerie Abtart, Stuttgart
Daniel Wagenblast und David Febland, Galerie Barbara von Stechow, Frankfurt

2020
way out west, Bürgerhaus, Weissach im Tal
eismeer, Galerie Knecht und Burster, Karlsruhe
horizonte-schönheitwitzundmut, Galerie Cyprian Brenner, Niederalfingen

Axel Brandt

Axel Brand - GROSSER BRUDER Finissage und Vorschau

Am 6. April beschließen wir die Ausstellung mit einer "FINISSAGE" zu der Sie herzlich eingeladen sind. Ab 12 Uhr (normale Öffnungszeit) bis ca. 18 Uhr ist die Ausstellung zu sehen. Dann schließt die Galerie bis zum 8. Juni 2024 - siehe Vorschau, Die  galerie burster (siehe hompage der galerie burster) freut sich auf Ihren Besuch-.

Bilder dieser Serie werden in der Ausstellung Axel Brandt – GROSSER BRUDER
vom 9. 3. - 6. 4. 2024 i ausgestellt.

Unter dem Titel Darßer Ort erzählt Axel Brandt in einer Serie von Bildern die Episode eines Segelschiffs und seiner Besatzung in allen möglichen Schräglagen und Nahaufnahmen. Auf dem Kamm von großen Wellen hin und her geschleudert wie eine Nussschale, ist das Schiff der rauen See ausgesetzt.
Bilder und Schiff haben denselben Urheber.

Fortsetzung des Katalogtextes

Auf dem Kamm von großen Wellen hin und her geschleudert wie eine Nussschale, ist das Schiff der rauen See ausgesetzt.Bilder und Schiff haben denselben Urheber. Der Begriff des Uomo Universale wird dieser Tage kaum noch in den Mund  genommen, um die umfassende  Bildung und das vielseitige Talent eines Menschen zu umschreiben, und Axel Brandt würde es ablehnen als solcher bezeichnet zu werden. Er sagt von sich selbst Maler, Künstler zu sein. Vielseitig interessiert, dem Menschen und der Natur zugewandt, malt er nicht nur, sondern schreinert schreibt, musiziert organisiert ein jährliches Musik-Festival- alles mit großer Ernsthaftigkeit, zielstrebig auf hohem Niveau, neugierig und immer wieder auch an die Grenzen der Belastbarkeit und der Möglichkeiten gehend. Großformatige Malereien alltäglicher Situationen und Gegenstände, die die Absonderlichkeiten des Lebens enthüllen, skulpturaler, gestischer Farbauftrag, malerische Intensität: dafür steht der Name Axel Brandt, der bei Dieter Krieg an der Düsseldorfer Akademie studierte. Mit einem Gespür für das Sonderliche, einer treffsicheren Beobachtungsgabe und einem widerspenstigen Geist sind seine Bilder nicht nur Kommentare zu unserer Gesellschaft und deren mehr oder weniger annehmbaren Gepflogenheiten,sie sind vor allem reine Malerei. Der Zufall macht seine Bilder so lebendig.Das, was im Prozess, im Tun, entsteht, das nicht Vorhersehbare, das Impulsive trifft auf scharfsinnige Einfälle und fügt sich zu einer dynamisch expressiven Farb-Oberfläche, die hier in der Bildserie in den dramatischen Schieflagen des Schiffes Anemoi fast schon eine Stimmung erzeugt wie wir sie aus William Turners Seestücken und legendärem Sturmbild kennen